Seit der Cannabis-Teillegalisierung 2024 sind Cannabis Social Clubs (CSCs) in Deutschland der zentrale legale Weg, kontrolliert an Cannabis zu kommen. Auf how2high pflegen wir das größte unabhängige Verzeichnis: aktuell 383 Anbauvereinigungen in 213 Städten. Jeder Eintrag mit Standort, Mitgliedsbeitrag, Anbau-Infos und – wo verfügbar – Wartelisten-Status.
Was ist ein Cannabis Social Club?
Ein Cannabis Social Club ist eine eingetragene Anbauvereinigung nach Konsumcannabisgesetz (KCanG, §11 ff.). Volljährige Mitglieder bauen gemeinschaftlich Cannabis an und geben es an sich selbst ab – nicht-gewerblich, nicht öffentlich, mit klaren Mengenobergrenzen: maximal 25 g pro Tag, 50 g pro Monat (für Mitglieder ab 21), 30 g monatlich für 18- bis 20-Jährige mit reduziertem THC-Gehalt. Mindestens 18 Jahre alt müssen alle Mitglieder sein; Wohnsitz in Deutschland ist Pflicht.
Cannabis Clubs nach Bundesland
Die Verteilung zeigt klar: Nordrhein-Westfalen ist das CSC-stärkste Bundesland Deutschlands, dicht gefolgt von Bayern und Niedersachsen. Klick auf ein Bundesland, um alle dort registrierten Clubs zu sehen.
- Nordrhein-Westfalen (110 CSCs)
- Bayern (49 CSCs)
- Niedersachsen (43 CSCs)
- Baden-Württemberg (42 CSCs)
- Berlin (24 CSCs)
- Rheinland-Pfalz (23 CSCs)
- Hessen (21 CSCs)
- Schleswig-Holstein (15 CSCs)
- Sachsen (12 CSCs)
- Brandenburg (11 CSCs)
- Thüringen (8 CSCs)
- Mecklenburg-Vorpommern (7 CSCs)
- Sachsen-Anhalt (6 CSCs)
- Bremen (3 CSCs)
- Hamburg (3 CSCs)
- Saarland (3 CSCs)
Top-Städte mit Cannabis Social Clubs
In diesen 15 Städten ist die CSC-Dichte am höchsten – ideal, wenn du in einer Großstadt wohnst und schnell beitreten willst:
- Berlin – 16 CSCs
- Leipzig – 6 CSCs
- Hamburg – 5 CSCs
- Düsseldorf – 5 CSCs
- Würzburg – 4 CSCs
- Stuttgart – 4 CSCs
- Braunschweig – 4 CSCs
- Bochum – 4 CSCs
- Duisburg – 4 CSCs
- Hannover – 4 CSCs
- Peine – 4 CSCs
- Lüdenscheid – 3 CSCs
- Kassel – 3 CSCs
- Oberhausen – 3 CSCs
- Remscheid – 3 CSCs
Wie trete ich einem Cannabis Social Club bei?
- Club in deiner Region finden – über unser Verzeichnis oder eine Stadt-Suche oben.
- Anmeldung stellen – meist über ein Online-Formular auf der Club-Website. Wohnsitz, Personalausweis-Daten, Mindestalter 18.
- Mitgliedsbeitrag zahlen – typischerweise 5–50 €/Monat (manche Clubs erheben Jahresbeitrag, oft 60–600 €).
- Aufnahmegespräch – viele Clubs prüfen Eignung und klären Hausordnung persönlich.
- Wartezeit überbrücken – Anbau dauert 3–6 Monate. Viele Clubs haben eine Anmeldephase ohne sofortige Abgabe.
Was kostet eine CSC-Mitgliedschaft?
Die Beiträge variieren stark: kleine Vereine starten bei 5–10 €/Monat, professionell aufgestellte Clubs verlangen 20–50 €/Monat plus Gramm-Preis (typisch 5–10 €/g). Manche Clubs nutzen Pauschalmodelle mit fixer Mengenabgabe pro Monat. Der reine Mitgliedsbeitrag deckt Vereinsverwaltung und Räume – Anbau und Material werden über den Gramm-Preis gegenfinanziert.
Rechtlicher Rahmen 2024–2026
Das Konsumcannabisgesetz (KCanG) trat zum 1. April 2024 in Kraft, der Anbauvereinigungs-Paragraph zum 1. Juli 2024. Lizenzen erteilen die Länder (in NRW etwa LANUV, in Bayern das Landesamt für Gesundheit), Gültigkeit ist auf 7 Jahre begrenzt mit Verlängerungsoption. Mitgliederzahl pro Club: maximal 500.
Häufig gestellte Fragen zu Cannabis Social Clubs
Wie viele Cannabis Social Clubs gibt es in Deutschland?
Aktuell sind in unserem Verzeichnis 383 Anbauvereinigungen in 213 Städten gelistet. Stand wird wöchentlich aktualisiert.
Ab welchem Alter darf ich in einen CSC eintreten?
Mindestalter 18 Jahre. Bei 18–20-Jährigen gilt eine reduzierte Monatsmenge (30 g statt 50 g) und ein THC-Cap von 10 %. Ab 21 keine Beschränkung beim THC-Gehalt innerhalb der Mengenobergrenze.
Darf ich gleichzeitig in mehreren CSCs Mitglied sein?
Nein. Pro Person ist nur eine Mitgliedschaft erlaubt. Mehrfachmitgliedschaften sind rechtswidrig und werden bei Aufdeckung ausgeschlossen.
Wie lange dauert es, bis ich nach Beitritt Cannabis bekomme?
Der Anbau dauert 3–6 Monate. Neugegründete Clubs haben oft Wartezeiten von 6–12 Monaten. Etablierte Clubs liefern schneller, sind aber häufig mit Aufnahmestopp belegt – Warteliste eintragen lohnt sich.
Was passiert mit meinen Daten beim Club?
Clubs müssen Mitgliederdaten DSGVO-konform speichern. Pflichtdaten: Name, Adresse, Geburtsdatum, Bezugsmengen. Daten dürfen nur an Behörden bei konkretem Anlass weitergegeben werden. Achte beim Beitritt auf das Datenschutz-Konzept des Clubs.
Wo darf ich das CSC-Cannabis konsumieren?
In Privaträumen ja. Im öffentlichen Raum nur außerhalb der 100-Meter-Sperrzone um Schulen, Kitas, Kinderspielplätze und Sportstätten. In Fußgängerzonen tagsüber (7–20 Uhr) verboten. Konsum am Club-Sitz selbst ist in der Regel nicht erlaubt (reine Abgabe-Stelle).
Was ist der Unterschied zwischen CSC, Anbauvereinigung und „Verein zur gemeinschaftlichen Eigenversorgung“?
Identisch. „Anbauvereinigung“ ist der offizielle Begriff im KCanG, „Cannabis Social Club“ der umgangssprachliche Name. Manche Clubs verwenden zusätzlich „Verein zur gemeinschaftlichen Eigenversorgung mit Cannabis“ – auch das ist dieselbe Form.
Cannabis Clubs nach Bundesland – Direktzugriff
Du suchst Clubs in einem bestimmten Bundesland? Hier alle 16 Bundesländer mit Direkt-Link:
- Nordrhein-Westfalen (110 CSCs)
- Bayern (49 CSCs)
- Niedersachsen (43 CSCs)
- Baden-Württemberg (42 CSCs)
- Berlin (24 CSCs)
- Rheinland-Pfalz (23 CSCs)
- Hessen (21 CSCs)
- Schleswig-Holstein (15 CSCs)
- Sachsen (12 CSCs)
- Brandenburg (11 CSCs)
- Thüringen (8 CSCs)
- Mecklenburg-Vorpommern (7 CSCs)
- Sachsen-Anhalt (6 CSCs)
- Bremen (3 CSCs)
- Hamburg (3 CSCs)
- Saarland (3 CSCs)
Stand: regelmäßig aktualisiert. Daten basieren auf öffentlichen Vereinsregistern und Club-Selbstauskunft. Dieser Beitrag ersetzt keine rechtliche Beratung. Bei konkreten rechtlichen Fragen wende dich an eine Anwaltskanzlei mit Schwerpunkt Cannabis-Recht.
